"I couldn't take it, not any longer
I cut myself over nothing
I couldn't take it any longer
So I dug myself out of this vengeful grave
And start to live
So I pull myself out
I feel alive again
I can finally breathe."
- Our Last Night, Living Now
Was genau kann man daraus schließen, wenn man den ganzen Tag im Bett liegt und Angst hat, hinaus zu gehen? Ich für meinen Teil stehe stark zwischen zwei Optionen. Option Nummer Eins ist die Meinung meiner Mutter, ich wäre faul. Möglich. Immerhin sehe ich eh nicht gerade aus, als wäre ich die aktivste Person. Option Nummer Zwei - ich stecke wieder richtig tief in der Scheiße. Meine Meinung, im übrigen. Die letzten Wochen schien alles eigentlich ziemlich gut zu werden. Ich hatte einen eintägigen Job bei der Extraschicht. Der Job an sich war vielleicht nicht gerade spannend, aber ich habe ein super nettes Mädchen kennen gelernt, mit der ich mich gut verstanden habe. Bonuspunkt ist, dass sie unbedingt meine Nummer haben wollte. Nicht, dass es meinem Ego auf irgendeine Weise wichtig ist, dass ich beliebt wirke, aber ich habe immer das Gefühl, ich gehöre nirgendwo dazu und frage mich, wie es meine Freunde überhaupt mit mir aushalten. Tja, wenn sie sich selbst in das Schlamassel namens Quinn stürzt, ist sie wohl selbst schuld. Der Abend war auf jeden Fall noch richtig schön. Außerdem hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei einem Café. Ich war anfangs wirklich nervös, aber beim Probearbeiten bin ich aufgeblüht. Ehrlich. Die Menschen waren alle so nett dort, die Arbeit hat mir Spaß gemacht, die Zeit verflog. Ich weiß nicht, ob ich das hier jemals gesagt habe, aber ich habe zwei Jahre lang in einem Kaufhaus gearbeitet und es war die Hölle. Ich wollte nicht hin, die Zeit kroch nur so dahin. Aber in dem Café war alles anders. Ich war gern dort, ich war sogar traurig, wenn ich nicht arbeiten musste. Drei Mal war ich da, bis mir erzählt wurde, ich könne dort nicht arbeiten. Jetzt bin ich am Boden zerstört und komme nicht mehr aus dem Bett. Eigentlich hätte ich einen Grund, mich zu freuen. Ich habe eine Vorabzulassung für die Uni bekommen. Allerdings für Erziehungswissenschaft. Bestimmt kann ich als Quereinsteiger noch das Fach wechseln, da mache ich mir wenig Sorgen, und vielleicht werde ich ja auch noch für Soziale Arbeit zugelassen, aber ich kann mich nun mal wirklich über nichts mehr freuen. Nennt mich naiv, aber eigentlich habe ich mich schon damit abgefunden, ein Jahr auszusetzen. Ich hatte gehofft, einfach in dem Café arbeiten zu können. Damit war es das dann wohl. Vielleicht hat meine Mutter recht, vielleicht sollte ich mal zum Psychiater gehen. Aber wenn ich mir meine Probleme nicht mal selbst eingestehen kann, wie soll ich dann mit einem völlig fremden Menschen darüber reden? Ich hab Angst. Angst vor der Zukunft und Angst vor mir selbst.
oooh, noch ein Blog der noch lebt. Hi :)
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