20150510

"Sometimes I just think depression's one way of coping with the world.
Like, some people get drunk, 
some people do drugs, 
some people get depressed.
Because there is so much stuff out there that you have to do something to deal with it."
-Ned Vizzini, It's Kind of a Funny Story

Manchmal stelle ich mir vor, mein Leben wäre anders. Ich sähe anders aus, ich hätte ein anderes Zuhause, eine andere Mutter, wirkliche Eltern und ein anderes Umfeld. Das sind die Momente, in denen ich mich am meisten hasse, weil ich, anstatt hinaus zu gehen und irgendetwas Sinnvolles mit meinem Leben anzustellen, Daheim sitze und über Dinge nachdenke, die ich eh nicht ändern kann. Dann gibt es aber Tage, da muss ich es tun, da will ich die Welt nicht hören, will alles nicht mehr sehen, will nicht mehr existieren.
"Zieh doch bitte, bitte, bitte endlich aus."
Solche Worte zu hören schmerzen mich unwahrscheinlich, auch wenn ich es nicht zugeben mag. Ich versuche immer, es allen Menschen recht zu machen, dabei mache ich es nur schlimmer. Es scheint nicht zu funktionieren. Jeder Mensch in meinem Umfeld akzeptiert mich zwar, aber niemand mag mich wirklich, will mich nicht einmal wirklich kennen lernen. Ich fühle mich ständig, als gehöre ich nirgendwo dazu, als wäre ich eine Aussätzige. Meine Zukunft scheint mir wie verschwommen, alle Ziele, die ich habe, lösen in mir keine Reaktion mehr aus. Keine Freude. Keinen Enthusiasmus. Kein Kribbeln. Ich bin eine leere Hülle ohne Inhalt, die nur noch auf ihre Erlösung wartet. Bald ziehe ich aus, bald fängt mein "richtiges Leben" an. Keine Ahnung, wie das aussehen wird. Ich hoffe, jemand teilt es mir auf dem Weg mit. 

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