"Like diamonds,
like diamonds in the rough,
We're shining,
we're shining through the mud.
Soon enaugh we'll see the sunlight,
rise up and finally breathe light."
- Our Last Night, Diamonds
Die letzten Wochen flogen an mir vorbei, wie ein Wirbelsturm. Ich weiß, der Vergleich ist ziemlich schlecht, aber ich habe keine vergleichbare Situation vorzuweisen. Alles fing damit an, dass ich den Job in dem Café doch noch bekommen habe, was mich sehr gefreut hat. Seitdem ich dort arbeite, habe ich nicht mehr ganz das Gefühl, ich wäre unheimlich faul. Nebenbei habe ich noch eine meiner baldigen Mitbewohnerinnen kennen gelernt. Ich weiß nicht, ob ich es erwähnt habe, aber ich habe einen Platz im Studentenwohnheim. Die letzten Wochen habe ich mir also Horrorvorstellungen meiner Mitbewohnerinnen ausgemalt, dass sie mich nicht mögen, dass ich sie nicht mag, dass ich allgemein ziemlich unzufrieden sein werde. Und ich weiß nicht, ob das nicht immer noch der Fall sein wird, aber momentan bin ich ziemlich optimistisch. Die Vorstellung, das nächste Jahr Erziehungswissenschaft zu studieren, ist im Nachhinein auch nicht mehr so furchtbar für mich. Erstens finde ich das Feld ja wirklich ziemlich interessant, zweitens gibt es mir aber auch die Chance, Möglichkeiten, die ich dieses Jahr verpasst habe, doch noch nachzuholen. Zum einen werde ich mich noch einmal für den Europäischen Freiwilligendienst bewerben, und zwar ohne meine andauernde Angst vor Zurückweisung und der Angst vor direktem Kontakt mit anderen Menschen. Zum Anderen gibt es mir die Möglichkeit, Geld zu sparen und außerdem herauszufinden, was ich wirklich will. Ich geh mit so viel mehr Selbstbewusstsein an die Sache und habe mir vorgenommen, erstmal an mir selbst zu arbeiten. Meine Ängste überwinden, sportlich werden, positiver Denken. Den ganzen Kram. Ich möchte im nächsten Jahr gern Dinge wagen, Dinge tun, die ich eigentlich nie tun würde. Get me out of my comfort zone wird so ziemlich das Motto des nächsten Jahres. Falls diesen Blog überhaupt noch jemand liest, und sich jemand anschließen möchte, das nächste Jahr zu etwas besonderem zu machen (ich weiß, dass es schon Mitte des Jahres ist, aber wieso bis Januar warten?), bitte melde Dich! Momentan lese ich ein Buch mit dem Titel Since You've Been Gone von Morgan Matson, in dem es um ein Mädchen geht, dessen beste Freundin von einem Tag auf den anderen verschwindet. Das einzige, was sie hinterlässt, ist eine to-do liste. Ich würde wirklich gern so etwas machen. Ich hätte gern jemanden, mit dem ich das tun kann. To-Do Listen schreiben, dem anderen schicken, und alles davon tun, egal, wie unangenehm das wird und wie sehr wir davor Angst haben. Das würde die ganze Sache noch interessanter gestalten.
Aber falls sich keiner meldet, werde ich wohl in den nächsten Tagen meine vorläufige Bucket-List hier präsentieren und erzählen, wie es mir so erging. Etwas, was ich wirklich gern tun würde, ist, allein auf das Our Last Night Konzert in Hamburg zu fahren und mich da einfach irgendeiner Gruppe anzuschließen, die nett aussieht. Das Konzert ist am 5.11. Mal schauen, ob ich den Mut aufbringe.
[Erwartet nicht zu viel von mir. Ich nehme mir andauernd Dinge vor und beende sie dann doch nicht. Ich bin Feige. Ich habe viel zu viel Angst vor mir selbst und vor allem Angst vor anderen Menschen. Aber ich will endlich wieder Dinge fühlen, endlich wieder lebendig sein.Nicht nur abwesend in meinem Zimmer sitzen. Und ich will mir selbst helfen. Ich will keine Hilfe von außen, ich will mich selbst wiederherstellen.]
Es freut mich, dass viele Dinge sich zum Positiven wenden! Falls du niemanden findest, dem du die Liste schicken kannst, kannst du sie gerne mir schicken. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mitmache, aber vielleicht schaffst du es ja mich anzustecken mit deiner Motivation. Hoffentlich erzählst du viel von den Dingen, die du dann machst! Vor allem wie du dich gefühlt hast und wie es sich im Nachhinein anfühlt! :-)
AntwortenLöschenIch bin gerade dabei selber eine Liste zu erstellen. Vielleicht sagt dir ja das Day Zero Project was... also 101 Dinge in 1001 Tagen?! Sobald ist 101 Punkte habe, werde ich damit anfangen. Gerne tausche ich dann meine Liste mit deiner und natürlich ist es mein Ziel, alles zu erledigen. :)
AntwortenLöschenJa, im Endeffekt denkt man sich wirklich nur 101 Dinge aus und versucht sie dann zu erledigen. Der Gedanke dahinter ist, dass man in gut 2,75 Jahren einfach auch längerfristige Sachen in Angriff nehmen kann, als nur beispielsweise in einem Jahr. Trotzdem sollten es realistische Sachen sein.
AntwortenLöschenSo ist die "offizielle" Erklärung:
Die Aufgabe
Das Projekt nennt sich Ursprünglich Day-Zero-Project und es geht darum sich selbst eine Liste von 101 Dingen zu erstellen, die man in 1001 Tagen erledigen muss.
Die Kriterien
Es müssen klar formulierte, messbare Aufgaben oder Erlebnisse sein, die vor allem realistisch sind. Dies können zB. klassische To Dos sein, oder Dinge die man schon länger mal machen, erledigen oder erleben wollte, oder bestimmte Ziele die man erreichen möchte.
Warum 1001 Tage?
Es geht darum sich einen realistischen Zeitraum zu setzen, in dem man seine Aufgaben auch wirklich schaffen kann. Wenn es um Jahresübergreifende Projekte geht, oder man eine Aufgabe später nochmal versuchen möchte, so sind 1001 Tage (2,75 Jahre / 33 Monate / 142 Wochen) besser einzuhalten als zB. ein Jahr.