Während der letzten Tage habe ich die "Shatter Me" - Trilogie von Tahereh Mafi gelesen. Verschlungen, um es auf den Punkt zu bringen. Zugegeben, obwohl ich ganz dringend meine Facharbeit schreiben muss, die ich in genau einer Woche abgeben muss, ups. Wie dem auch sei. Falls die Trilogie mal jemand lesen will, hier der Klappentext:
I have a gift.
I'm more than human.
My touch is power.
I will fight back.
No one knows why Juliette's touch is fatal, but The Reestablishment has plans for her. Plans to use her as a weapon. But Juliette has plans on her own. After a lifetime without freedom, she's finally discovering a strength to fight back for the very first time - and to find a future with the one boy she thought she'd lost forever.
Ganz zu Anfang muss ich sagen, dass mich der Schreibstil wirklich überrascht hat. Positiv überrascht. Das auffallendste ist wohl, dass Mafi Juliettes Gedanken sehr unstrukturiert und somit wirklich realistisch aufschreibt. Dabei streicht sie die negativen Gedanken durch und ersetzt sie durch "positive". Ich hatte wirklich lange das Gefühl, Juliette wäre absolut verrückt. Insgesamt ist die Sprache wirklich flüssig und schon fast poetisch und ich habe mich nicht mehr eingekriegt vor Freude, weil mich der Schreibstil so unglaublich begeistert und beeindruckt hat. Das gute ist, dieser Schreibstil zieht sich durch alle Bücher, obwohl er sich teilweise verändert oder weiterentwickelt.
Auch die Idee finde ich super. Alles in Allem war ich wirklich gespannt, da die Reihe wirklich vielversprechend anfing.
Leider scheiterte Mafi meiner Meinung nach an der Umsetzung. Die Idee mit dem Reestablishment fand ich ganz toll und ich wollte unbedingt mehr über die "neue Welt" erfahren und wie Juliette gedenkt, etwas daran zu ändern. Nur leider entpuppte sich die Geschichte in der Mitte des zweiten Teils einfach nur noch als High-School-Drama-Liebeskummer-Rumheul-Geschichte. Die Entwicklungen einiger Charaktere fand ich gut, auch die Entwicklung von Juliette, ich hätte mir nur an vielen Stellen ein bisschen mehr Inhalt gewünscht. Juliette ist auf immerhin fast 1500 Seiten fast nur mit ihren Gefühlen beschäftigt, sodass das Ende abrupt und meiner Meinung nach ein bisschen unrealistisch und noch immer noch nicht so ganz schlüssig kommt. Anfangs dachte ich hey, du hast die Bücher schließlich auf englisch gelesen, vielleicht hast du was übersehen oder falsch verstanden. Deshalb hab ich das Ende nochmal gelesen, aber an meinen (eigentlich ziemlich guten) Englischkenntnissen lag es nicht.
Auf Deutsch heißt das erste Buch übrigens "Ich fürchte mich nicht" - keine Ahnung wie die Trilogie auf Deutsch insgesamt genannt wird - für die, die nicht so gern englische Bücher lesen. Allerdings kann ich nur empfehlen, es in Englisch zu lesen.
Nichtsdestotrotz ist es eine gute Idee, auch wenn es an der Umsetzung ein wenig hapert. Ich hab alle drei Bücher in drei Tagen gelesen, was vor allem am Schreibstil lag, welcher schon Grund genug ist, diese Reihe zu lesen. Ich kann sie also trotzdem emfehlen.
Hat jemand von euch die Reihe ebenfalls gelesen? Was haltet ihr davon?
Jetzt muss ich mich endlich an meine Facharbeit setzen. Habt noch einen schönen Abend! <3
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